Red Center etc…

Hier mal wieder ein kleines Update, da in der Zwischenzeit so einiges passiert ist. Da Felix mittlerweile wieder im guten alten deutschland ist, fasse ich mal unsere letzten gemeinsamen reiseziele knapp zusammen. Nachdem wir nun also vor einer gefühlten ewigkeit mildura verlassen haben, stiegen wir in den greyhound bus zurück nach adelaide. Dort checkten wir in unser altes Hostel ein und hatten endlich mal wieder schnelles Internet zur verfügung. Nach zwei tagen Aufenthalt in adelaide ging es dann mit dem „Ghan“, einem ziemlich langen zug, ins red center. Der Zug fuhr alles alles andere als schnell, mit zeitverschiebung brauchten wir daher ungefähr 26 stunden nach alice springs. In unserem abteil saßem zwei weitere deutsche, die wir bereits in unserem hostelzimmer in adelaide getroffen haben. Irgendwie scheint hier jeder das gleiche zu machen 😀 als ich aus dem fenster des zuges schaute und viele büsche, gras und sogar so manchen baum sah dachte ich eher an eine steppenlandschaft, nicht an das klassische outback mit tonnenweise rotem sand und nichts anderem. Als wir in alice springs ankamen und den ersten hitzeschock überwunden haben (es war fast jeden tag über 40 Grad) checkten wir in unser hostel ein und warteten auf den start unserer tour. alice springs hat ausser einer aussichtsplattform und einem reptilienpark nicht viel zu bieten und gilt wohl auch nur als startpunkt für Touren zum Uluru. Unsere Tour begann zwei tage nach unserer ankunft in alice, der erste anlaufspunkt war (nach einem kurzen zwischenstopp auf einer kamelfarm) der Kings canyon. Übernachtet haben wir in sgn. Swags, also ausrollbaren matratzen unter freiem himmel. Am zweiten tag standen wir früh auf (ca. 4:50) und machten einen längeren walk um den kings canyon. Anschliessend fuhren wir dann zum Ayer’s Rock, den wir dann mit dem „Base walk“(10km) umrundeten. Wir sind also ziemlich viel gelaufen an diesem tag 😀 Am dritten und letzten tag der tour haben wir fotos vom sonnenaufgang am Uluru gemacht. Danach ging es im schlecht klimatisiertem Bus zurück nach alice springs in unser hostel, wo wir nach einer nacht unterkunft mit quantas zurück nach sydney geflogen sind. Dort haben wir entspannt und die viel zeit im pool,spa oder beim angeln verbracht.
Am 22. haben wir dann felix zum flughafen gebracht 😉 Ich bleibe noch ein paar monate länger und werde vielleicht in ein paar Wochen wieder arbeiten gehen.

Liebe Grüße 🙂

Mildura. Resümee nach 3 Wochen

Wie erwartet verfliegt die zeit enorm schnell in diesem working hostel. Nun sind wir 3 Wochen da und haben gearbeitet. Zwar nicht immer, aber wir haben gearbeitet. Immerhin etwas. Zu Anfang mussten wir etwa 5 Tage auf den ersten Arbeitstag warten, bevor wir dann letztendlich für 14 Dollar die Stunde Melonen pflücken durften.
Rouven konnte den Job behalten, ich hab’s allerdings geschafft mich unbeliebt beim supervisor zu machen und durfte nicht wiederkommen.
Halb so Wild da ich n anderen Job bekam. Erst sah es nicht gut aus, da die bezahlung wirklich schlecht war. Aber da man nach Leistung bezahlt wurde (Wein mit Planen schützen bzw die Planen befestigen) konnte ich meinen Verdienst langsam ausbauen. Nach 9 Tagen Arbeit in Folge hatten wir erst frei und danach plötzlich alle keine Arbeit mehr. Ein Mitarbeiter hatte scheiße gebaut und in folge dessen durften wir alle gehen. In der Zwischenzeit hatte Rouven bei sich kaum Arbeit, sodass ich trotz schlechterem Verdienst am Ende mehr Geld für die Woche bekam. Nun warte ich seit Sonntag auf einen neuen Job und darf Samstag wieder ran. Dann darf ich wohl für 20 Dollar die Stunde Weintrauben packen. Hört sich schonmal gut an! Nach der Steuer dürften das um die 17 sein. Dafür werde ich voraussichtlich weniger Stunden arbeiten als Rouven. Aber so ist das nunmal.

Während die Mitbewohner aus Rouvens Zimmer gefühlt 3 mal die Woche wechseln bleiben mir die drei Mädels aus Irland, Estland und Belgien treu, wodurch man sich wohler fühlt weil man sich nicht fremd ist. Zwar kann es unangenehm laut werden wenn die Mädels mal wieder Beute anschleppen, aber man gewöhnt sich an vieles. Allgemein ist festzustellen, dass in diesem Hostel deutlich mehr Leute sich täglich betrinken als z.b. In Bowen. Das hat zum einen mit der recht hohen Arbeitslosigkeit zu tun und zum anderen mit der stets hohen Unzufriedenheit aufgrund des schlechten Lohns und diesem gammligen Ort der nichts bietet.
Hatte man in Bowen einen Tag frei ging’s an Strand. Hat man hier einen Tag frei, schaut man entweder alle Filme die man noch hat (ich habe sehr viele Filme gesehen in Australien!) oder man betrinkt sich halt. Ich für meinen Teil bin zum einen froh, dass dies mein letzter Aufenthalt zum arbeiten wird, allerdings bin ich auch ein wenig traurig wenn ich diese große Gemeinschaft hinter mir lasse. Auf jeden fall eine wertvolle Erfahrung!
Soviel aus Mildura,
bis dann!

Mildura

Wie der Titel schon sagt haben wir es tatsächlich geschafft Adelaide frühzeitig hinter uns zu lassen. Auch nicht weiter schlimm, weil uns diese Stadt ohnehin nicht interessiert und lediglich als Ausgangspunkt fürs outback und für arbeiten dienen soll. Nach vielen Telefonaten mit den etwa 6 offenen und brauchbaren hostels von den 10 verfügbaren in Mildura haben wir endlich einen Platz bekommen nachdem diese Stadt überrannt scheint. Selber hat die Stadt nicht wirklich die tollste Lage so mitten im Riverland weit im Landesinneren. So weit haben wir und noch nie von der Küste entfernt aufgehalten. Die fahrt in die Stadt dauerte etwa 6 Stunden oder auch nur 5 (mit diesen zeitzonen verliert man echt den Überblick) und führte durch teilweise echt beeindruckende Landschaften! Zwar gabs kaum bis keine Berge sonder lediglich flache Wiesen mit vereinzelten Büschen und Bäumen. Erinnert an so eine Steppe wie man sie aus den Reportagen kennt. Es ist wirklich schön wenn viele bunte Gräser und Büsche auf der roten Erde sprießen und unter einem einzelnen Baum auf der Wiese in verrostetes autowrack steht… Hat echt was! So langsam stellt sich das Gefühl des outbacks ein 🙂
Nun sind wir jedoch erst zur Pflicht in mildura. Die kür kommt später.
Hier steht die Weintrauben und Orangen Saison an und wir hoffen bald Arbeit zu bekommen. Viele sagen hier, dass man schlecht Geld ansparen kann weil man nicht so viel verdient. Aber das sehen wir dann noch. Außerdem haben wir keine Alternativen zu Mildura. Ich denke einen weiteren Eintrag gibts dann wieder sobald wir Arbeit oder eben auch nicht Arbeit finden!
Bis dann 🙂 Grüße von der Südhalbkugel! (kleine Info: wir sind wieder in der zeit gereist und wir haben nun wieder +10 Stunden! Keine komischen +9 1/2 mehr…)

Melbourne, Great Ocean Road, Grampians, Adelaide

Soooo….jetzt kommt mal wieder ein kleines Update zu dieser späten Stunde. Wie bereits vermutet haben wir Weihnachten am Strand verbracht und Abends bei einem „All you can Eat“ Buffett und mehreren Sektflaschen in unserem Hostel gefeiert. Wir hatten erstaunlicherweise gutes Wetter, dennoch war es ein ziemlich komisches Gefühl Weihnachten ohne Familie (und Geschenken ;)) zu verleben. Am Tag darauf sind wir dann erneut zum östlichsten Punkt Australiens gefahren (zum Leuchtturm), dieses mal aber bei Sonnenuntergang. Das scheint eine bekannte Attrakion zu sein, wir waren nämlich mit gefühlten hundert anderen Leuten am Leuchtturm und haben die orange-gelbe Sonne am Horizont verschwinden sehen 🙂 Am 27.12. haben wir dann unser Hostel verlassen um ein letztes mal zu dritt weiter zu traveln…und zwar (mehr oder weniger) nonstop von unserem Hostel in Byron Bay nach Sydney. Wir hatten einen engen Zeitplan und standen daher um 4 Uhr morgens auf, weil um 20 Uhr unser Greyhound Bus von Sydney nach Melbourne abfuhr und wir keinerlei Infos über die Verkehrslage hatten. Die Fahrt ansich verlief leichter als gedacht, Yannick hat uns dank 3-4 Energy Drinks sicher ans Ziel gebracht 😉 In Sydney sind wir dann zu meiner Verwandtschaft gefahren, haben Dinge in unsere Koffer ein. bzw. ausgeladen (Neue T-Shirts etc.) und sind nach einem kleinen BBQ über die Harbour Bridge ins Stadtinnere zum Busterminal gerast (Hatten nur 20 Minuten Zeit). Dort haben wir uns nach der über dreimonatigen, gemeinsamen Reise von Yannick verabschiedet und sind in den Bus nach Melbourne gestiegen. Yannick blieb in Sydney und hat dort mit seiner Familie Neujahr verbracht. Die Fahrt nach Melbourne verlief ohne Probleme, wobei ich es aber hasse in Bussen zu schlafen…es klappt einfach nicht^^ Aus den angeblichen 12 Stunden Busfahrt wurden merkwürdigerweise nur 10 Stunden, der Bus ist ohne Zwischenstopps an größeren Städten nach Melbourne gefahren. Doof für uns, da wir nun viel zu früh vorort waren und stundenlang bei einchecken in unserem Hostel warten mussten. Als auch diese Hürde überwunden war habe ich erstmal über 20 Stunden Schlaf nachgeholt 😉 In unserem Hostel haben wir eine größere Gruppe Backpacker getroffen die wir in Innisfail kennen gelernt haben…Zwei Mädels aus unserem Zimmer in Melbourne haben ein paar Tage nachdem wir in Innisfail abgereist sind unser Zimmer bekommen und sogar in exakt unseren Betten geschlafen, ein echt sehr lustiger Zufall 😀 Ich habe sogar ein paar Leute getroffen mit denen ich auf der Fischfarm gearbeitet habe 😀 Die Stadt Melbourne ist ziemlich schick, wir waren im Botanischen Garten, auf dem Markt und sogar im Imax (Mission Impossible Ghost Protocol= Guter Film, besser als Attack the block) Am 31.12. haben wir selbstverständlich Silvester gefeiert…wobei das Ansichtssache ist, für mich war an diesem Tag nur ein großes Feuerwerk, denn wenn man keine eigenen Böller bzw. Raketen zünden darf und überall Polizei auf der Straße ist um den Alkoholkomsum zu unterbinden ist es meiner Ansicht nach kein Silvester…wie dem auch sein, das Feuerwerk war sehr schön 🙂 Wir haben durch Zufall einen guten Platz am Funkturm bekommen, der nach dem 10-minütigem Feuerwerk außerplanmässig aufgrund einer defekten Abschussbatterie anfing zu brennen. Wir standen in der ersten Reihe und durften hautnah mit ansehen wie ein riesiger Feuerball von der Spitze des Turms hinunterfiel und sich durch das Dach des sich darunter befindenen Museums durchbrannte. Nachdem das Feuwerk dann gelöscht war und wir Melbourne in den darauf kommenden Tagen verlassen wollten haben wir eine 2-tägige Tour nach Adelaide gebucht. Dies erwies sich schwieriger als gedacht, da die offensichtlich unterbelichtete Reisebüro-Angestellte uns mehrfach falsch beraten hat und letztendlich unseren anfangs als verfügbar angepriesener Bus erst in drei Tagen freie Plätze hat…dafür haben wir ein Spezielangebot bekommen wodurch wir für nur 10 Dollar die Nacht in einem anderen Hostel einchecken durften. Ein großer Vorteil an Melbourne ist die „City Circle“ Tram, eine kostenlose Bahn die -wie der Name schon verrät- um das Stadtzentrum rotiert. Als wir dann endlich am 7.01. Melbourne verlassen konnten wurden wir pünktlich um 7 Uhr von unserem Bus abgeholt (Unser Tourguide ist ein ausgewanderter Deutscher, daher die Pünktlichkeit ;)) und haben unsere Tour angetreten. Wir sind an diesem Tag die great Ocean Road abgefahren (siehe Fotos) und haben zahlreiche Stops gemacht, z.B. am Bells Beach, 12 Apostles, London Bridge, Memorial Arch usw…Außerdem haben wir zum ersten und wahrscheinlich einzigen mal wildlebende Koalas gespottet 🙂 Insgesamt sogar 6 Stück 🙂 Abends sind wir dann in einem kleinen Hostel direkt im Grampians National Park untergekommen, mitten in der Natur! Alleine auf dem Weg dahin hatten wir drei Beinahe-Unfälle mit auf die Straße springenden Känguruhs. Am darauf folgenden Morgen sind wir früh aufgestanden und haben die Tour mit einem Walk auf einen hohen Berg begonnen^^ Das Wetter klärte sich zum Glück auf, Nachts und früh morgens hat es extrem geregnet, gegen Vormittag kam dann die Sonne raus und wir hatten blauen Himmel. Nachdem wir wieder am Fuß des Berges waren stiegen wir in den Bus und fuhren zum Aboriginal Culture Center, Halls Gap und den McKenzie Falls. Während der eine Teil unserer  sympathischen Gruppe zurück nach Melbourne fuhr, sprangen wir in den Bus nach Adelaide wo wir fünf Stunden später ankamen. Wir wurden vorher  von unserem Tourguide gewarnt keine Früchte oder Salate einzuführen da South Australia der einzige Staat ohne Fruchtfliegen ist 😉 Allgemein sind die Menschen hier umweltfreundlicher im Vergleich zu allen anderen Staaten Australiens, es gibt Flaschenfand, teureres Obst und keine gratis Plastik-Einkaufstüten in die normalerweise immer automatisch der Einkauf eingepackt wird. Jetzt sind wir schon fast beim heutigen Tag bzw. der heutigen Nacht angelangt, wir wohnen halt seit 3 Tagen in einem kleinen Hostel in Adelaide und hoffen in naher Zukunft Fruitpicking-Jobs zu bekommen. Wobei die Chancen eher schlecht stehen, da die Saisons grade erst alle langsam wieder starten und es einen Überschuss an Backpackern gibt. Soviel erstmal an Neuigkeiten 🙂

Natürlich wünsche ich allen nachträglich frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr =)

 

 

Brisbane, Gold Coast, Byron Bay

Wie die Überschrift schon verrät haben wir in den letzten Wochen mehrere Orte angesteuert. In Brisbane haben wir einiges erlebt (sofern das Wetter mitspielte): Wir waren an der Lagune, in Chinatown, im Kino (Attack the Block=schlechter Film :D), im Botanischen Garten und anderen Orten. Dabei haben wir erstaunlicherweise durch Zufall eine alte Bekanntschaft aus Bowen, Carina aus Deutschland, in unserem Hostel namens „Prince Consort“ getroffen. Das Hostel war super, einzig die extrem laute Klimaanlage hätte fast für schlaflose Nächte gesorgt-wäre da nicht eine tolle Erfindung namens Ohropax^^Wir haben beim Einchecken einen speziellen Backpacker-Deal gewählt, durch den wir für 99 Dollar 4 Nächte übernachtung, freies Internet und das wichtigste: Gutscheine für 4 freie Pints Beer und 4 Meals bekamen 😀 Nach insgesamt 7 Tagen Aufenthalt in Brisbane zog es uns in das nicht weit entfernte Surfers Paradise. Dort campten wir zwei Tage abseits der Stadt und mieteten uns am zweiten Tag ein Surfboard…Surfen ist nicht so einfach wie es aussieht! Die Strömung war an diesem Tag echt sehr extrem, sobald man auf dem Brett stand bzw. lag wurde man rasant nach links in den Schwimmerbereich abgetrieben. Im Anschluss an surfers Paradise ging es nach Byron Bay, unserem momentanen Aufenthaltsort in dem wir auch Weihnachten feiern und bis zum 27.12. bleiben. Der Leuchtturm in Byron Bay ist der östlichste Punkt Australiens. Wir zögerten nicht auf die östlichsten Klippen zu klettern und in einem „Naturpool“ zu chillen. Wir haben uns beim ansässigen Woolworth ein Bodyboard gekauft, mit dem wir ein wenig surfen können. Natürlich längst nicht so professionell wie mit einem großen Surfboard, es sieht auch nicht halb so gut aus :D:D Aber egal besser als nichts, die wellen sind hier immerhin deutlich besser und weniger aggressiv als in Surfers Paradise wo man durch die Strömung nichtmal zu den Wellen kommt^^ Vor ein paar Tagen sagte Felix beim schwimmen zu mir: „WOW hast du das gesehen?“ Ich guckte sofort raus auf den Ozean und habs dann auch gesehen: Eine ziemlich große Rückenflosse die nicht sehr weit von uns aus dem Wasser blitzte…waren ein bisschen beunruhigt und sind näher am Strand weiter geschwommen. Vorgestern war dann das Highlight der Ostküste: Ein Fallschirmsprung aus 14.000 Fuß Höhe! Dazu wurden wir um 15 Uhr mit einer alten stretch Limousine abgeholt und zum Skydive-Center gebracht. Nachdem uns Gurte angelegt wurden und der Papierkram geklärt war, ging es los. Rein in die Limo, zum Airport, in die kleine Cessna Maschine und dann bei 4200 Metern raus 😀 Ein geiles Feeling! 😉 Morgen verbringen wir Weihnachten wohl am Strand, hoffentlich bei gutem Wetter. SYlvester werden Felix und ich in Melbourne verbringen und im Anschluss ins Outback etc. (Soweit der Plan zumindest^^)

Das waren die letzten Tage in Kurzfassung 🙂

 

Liebe Grüße ins kalte Deutschland 🙂

Viele tolle Dinge, aber schlechtes Wetter.

Zwar ist es nun nicht sooo lange her, dass wir einen Eintrag geschrieben haben, dennoch ist sehr viel passiert in der Zwischenzeit.
Genau zu dem Zeitpunkt an dem ich hier den Beitrag schreibe befinden wir uns in Brisbane, der Hauptstadt Queenslands mit etwa 1,8 Millionen Einwohnern.

Da wir nach Brisbane über 1500 Kilometer zurückgelegt habe, haben wir dementsprechend einiges gesehen.

Nach Magnetic Island haben wir uns nach Airlie Beach begeben und haben dort ersteinmal die Umgebung erkundet. Da im Norden Australiens die Regenzeit begonnen hatte, mussten wir viel mit schlechtem Wetter kämpfen. In Airlie Beach hatten wir jedoch sehr viel Glück gehabt und sind eigentlich immer trocken geblieben.

So fing zum Beispiel unsere Tour ans Great Barrier Reef (das größte Riff der Welt) mit Regen der heftigen Sorte an, aber als wir dann nach 3 Stunden fahrt auf dem Boot und 3 Stunden Regen ankamen, wartete zumindestens kurz die Sonne für uns. Danach wurde es grau

aber es regnete nicht mehr. Und wenn schon, beim Schnorcheln und Tauchen wird man ohnehin nass 😉 Jedenfalls haben wir die Gelegenheit genutzt und die Flossen und den Wetsuit angezogen, die Brille mit Schnorchel aufgesetzt und das Riff erkundet. Verrückt die ganzen Tiere zu sehen, die man sonst in Aquarien sieht!
Nach dem Schnorcheln stand für Rouven und mich das Tauchen an! Zur Ausrüstung wurde dann einfach nur die Weste mit den Gerätschaften wie Tiefenmesser, eine Anzeige über die verbleibende Luft und natürlich die Taucherflasche hinzugefügt. Tauchen selber war dann seltsam aber großartig zugleich! Man kann unter Wasser atmen. Das dauert ein wenig bis man sich an dieses Gefühl gewöhnt… Weiter unten haben wir dann die etwas größeren Lebewesen gesehen, wie die Wrassen (wenn die so heißen, auf englisch heißen die wrass), die bis zu 2 Meter groß werden können!

Nach diese Tag waren wir dann mit dem Auto an einen

Wasserfall gefahren, der den Name Wasserfall nicht verdiente, da es sich eher um einen Wassertropf handelte, so wenig Wasser wie da runter kam. War ja auch das Ende der Trockenzeit, also waren wir dem guten nicht all zu böse. Immerhin konnte man ihn nun erklimmen und von oben einen tollen Ausblick haben! Außerdem konnte man in einem kleinen See im Becken des Wasserfalls schwimmen, das war schon sehr nett. Am Abend waren wir dann bei Rouven’s Onkel und haben den Tag mit ein paar Känguruh Steaks und Bier ausklingen lassen.

Der darauffolgende Tag war dann der „Höhepunkt“ von Airlie Beac

h, der Whitehaven Beach, der wohl weißeste Strand überhaupt! Auch hier hat uns das Wetter wieder kräftig genervt, aber wenn wir Schnorcheln waren oder dann am Strand, hatte es aufgehört. Sehr freundlich. Der Besuch am Strand war relativ kurz mit einer Stunde Aufenthalt, aber das war ein Erlebnis! Weißer Sand, der komisch quitscht wenn man ein wenig beim gehen schlurft und außerdem der feinste Sand ist. Wird von Uhrmachern verwendet um zu schleifen 😉;-)

Danach wurden wir mit dem „Camira“ Segelkatamaran, auf dem wir noch lecker BBQ hatten, auf Daydream Island abgesetzt und von dort aus mit einer Fähre nach Long Island gefahren.
Dort verbrachten wir dann die Nacht und den nächsten Vormittag. Länger spielte das Wetter auch nicht mit, da danach sintflutartig der Regen vom Himmel fiel.

Von da an stellte sich die Frage, was wir als nächstes unternehm

en. Blöderweise hat das Wetter unsere Reise mit dem Auto fast gänzlich mit Regen begleitet. So wurde auch das Zelten auf dem Weg in Wäldern, an nem Football Platz und am Highway in der Regel zu einer feuchten Angelegenheit. Letztendlich sind wir dann in Hervey Bay angelangt und wollten von dort aus nach Fraser Island, der größten Sandinsel. Aber, wer hätte es erwartet, das Wetter spielte nicht mit. Die Vorraussage für die nächsten Tage waren auch nicht viel besser also beschlossen wir, reichlich durchnässt, nach Brisbane zu fahren, wo wir zumindest was bei schlechtem Wetter unternehmen können.

Nun sind wir hier und fahren eventuell noch einmal hoch nach Frasier Island. Allerdings steht uns der Sinn nach Outback, nachdem wir nun soviel Küsten, Strände und Inseln gesehen haben.

Einen weiteren Plan gibt es demnach noch nicht, wie man schon merkt. Wir lassen uns vom Wetter leiten.
In dem Sinne Grüße aus dem nassen Australien ins kalte Deutschland :)🙂

Ich nutze momentan das Hostel Wlan um ein paar Eindrücke über unsere letzte Zeit zu veröffentlichen, da es hier auf Magnetic Island keinen Handyempfang gibt :O 😉 Nachdem wir nun Bowen vor ein paar Tagen verlassen haben, ging es bekanntermassen nach Townsville. Die Stadt ansich ist entgegen unseren Erwartungen ganz schön, von der angeblichen „Backpacker-Belagerung“ haben wir nicht viel mitbekommen 😉 Schon am ersten Tag wurden uns auf dem Weg zu Woolworth auf offener Straße Jobs auf einer Mangofarm angeboten, die wir aber logischerweise dankend ablehnten (2 Monate Arbeit reichen fürs erste ;)) Wir trafen am zweiten Tag unseres Aufenthaltes im „Reef Lodge Hostel“ Yannick Osten, der seit ein paar Monaten in Townsville ehrenamtlich in einer Schule arbeitet. Einen Tag später ging es zu unserem derzeitigen Aufenthaltsort, Magnetic Island. Schon beim Anlegen an den dortigen Hafen vermittelten uns unsere Smartphones eine schockierende Nachricht: Es gab/gibt keinen Empfang! Dieser anfängliche Tiefschlag wurde jedoch schnell von der Natur verdrängt, die wirklich wunderschön hier ist. Wir checkten zu viert im „Bungalow Bay“ ein und begaben uns zum Horsehoe Bay, an dem wir nahezu den Rest des tages verbrachten. Ich konnte im Wasser irgendeinen Gegenstand entdecken, der jedoch kurze Zeit später wieder verschwand. Nachdem dieses Etwas erneut auftauchte, wurde uns klar das es sich um den Kopf einer riesigen Schildkröte handelt! Felix und ich sind dann natürlich sofort ins Wasser gesprungen, bis zum äußersten Rand der Hainetze geschwommen um von dort aus die Schildkröte anzuschauen. Dabei ist es uns sogar gelungen den Panzer anzufassen, wirklich eine lustige Aktion^^ Im Anschluss ans Schwimmen haben wir uns eine Pizza im Restaurant unseres Hostels gegönnt und Yannick zum Bus gebracht, der ihn dann wieder zur Fähre und diese wiederum zum Festland brachte. Später am Abend haben wir mit unserer Zimmerkollegin Julia (Natürlich eine Deutsche, so wie gefühlt jeder zweite hier^^) eine Nachtwanderung gemacht, bei der wir unzählbar viele Wallabys gesehen haben. Gestern waren wir im Koala Park unseres Hostels und durften viele exotische Tiere anfassen und fotografieren. Highlight waren natürlich die Koalas, was bei dem Namen des Parkes natürlich nicht verwunderlich ist.
Heute geht es dann nach Airlie Beach, wo wir ab Donnerstag mehrere Ausflugstouren gebucht haben.
Grüße 😉

Bye Bye Bowen!

Der Titel sagt es schon. Wir reisen endlich ab! Nachdem wie ja schon berichtet Yannicks Farm die Saison beendet hat, hatte auch meine Farm (Familien Farm, also Bruder von Yannicks Farmer) angekündigt bald zu schließen. Erst hieß es wenn der Regen beginnt, dann hieß es 2-3 Tage noch. In dem Augenblick habe ich Rouven angerufen der dann beim Telefonat noch Kürbisse pflückte und Bericht erstattet. Kurzerhand hat er seinen letzten Arbeitstag auf den Mittwoch festgelegt. Und das ist heute!
Meine Farm hatte jedoch vorzeitig geschlossen und ich bin schon seit Montag ohne Job. Das gleiche für Yannick der kurz für meine Farm gepflückt hatte. Während Rouven nun das letzte mal pflückt, hau ich unsere Sachen in die Waschmaschine und freu mich endlich abzureisen!
Morgen früh geht’s dann mit Yannick und seinem Auto nach Townsville wo wir auch gleich unsere hostel gebucht haben. Yannick (Osten, für die, die es nicht wissen, ein guter Freund von mir und auch von Rouven) wird am Freitag nachkommen und ebenfalls bei uns einchecken. Dann werden wir bis Sonntag morgen in Townsville entspannen und Abends was trinken gehen. Dann lassen wir das Auto am Festland und fahren nach Magnetic Island direkt vom Festland. Dort gibt es viele wildlebende Koalas und andere Tiere. Dann wird bis Dienstag entspannt und hoffentlich in der Sonne gelegen. Derzeit wird dS Wetter schlecht weil die Regenzeit anbricht. Wir hoffen das beste! Heute Abend wird mit den Schotten geangelt, dann trinken wir ein paar Biere mit den Freunden aus dem Hostel und werden dann endlich abreisen!
Ich geh etwa mit einem Plus von 2000 hier raus und kann mich in Deutschland auf 800 Dollar Rente und Steuererstattung freuen! Für Rouven unserem fleißigen Arbeitstier sieht es noch rosiger aus, aber auch ich kann mich nicht beklagen. Das Geld sollte reichen für einen Monat leben, spaß haben und reisen. Und auch für das ersehnte Trikot für meinen Bruder für das ich ganz schön in die Tasche langen muss 😉
Soviel von heute! Morgen gibt’s sicherlich einen neuen Eintrag 😉
Bis dann!

Update

Nach über einem Monat ist es höchste Zeit wieder mal über etwas zu berichten. Es ist in der letzten Zeit sehr viel passiert, obwohl eigentlich nicht so viel geschehen ist. Wir lernen hier unglaublich viele Leute kennen, was nach zwei Monaten Aufenthalt aber irgendwo auch selbstverständlich ist. Yannick (unsere Bekanntschaft aus Tully) hat sich vor ein paar Tagen ein Auto gekauft, mit dem wir eventuell in den kommenden Tagen endlich Bowen verlassen und zu dritt die Ostküste erkunden. Vorgestern hat sich in unserem Hostel eine kleine Katastrophe ereignet, die zum Glück Felix und mich nicht getroffen hat: Die größte Farm hat die Paprika-Saison für beendet erklärt, wodurch über 50 Leute aus unserem Hostel schlagartig ihre Jobs verloren haben. So auch Yannick, der vielleicht die kommenden Tage auf einer Mango Farm Arbeit bekommt. Ist dies nicht der Fall, würden Felix und ich in ein paar Tagen unsere Jobs kündigen, da wir zu dritt weiterreisen wollen und uns somit Bustickets sparen können 😉 AUßerdem könnten wir mit einem Auto viele Orte erreichen, zu denen uns der Greyhound bzw. Premier Motor Service Bus nicht hinfahren würde. Naja, das ist halt alles noch theoretisch, Fakt hingegen ist das wir gestern durch Zufall von einem neuen Zimmergenossen erfahren haben das direkt hinter unserem Hostel ein großer See ist, in dem sich sehr viele große Fische aufhalten sollen. Da wir heute beide einen freien Tag hatten sind wir demnach (wie könnte es anders sein? ;)) angeln gegangen. Es waren/sind wirklich sehr große Fische in dem See, auf der Suche nach einer geeigneten Angelstelle sind wir öfters mal in tiefen Schlamm eingesunken oder haben uns an Dornenbüschen die Beine zerkratzt.^^ Das besondere an dem See ist, dass er Salzwasser besitzt und somit dicke Meeresfische beinhaltet 😉 Diese haben keine natürlichen Feinde in dem See, wodurch die Fische riesig große werden. (siehe Foto mit den angespülten Fisch^^) Anfangs sind wir mit zwei deutschen Backpackerinnen dort gewesen, weil viele andere ebenfalls nicht arbeiten mussten kamen immer mehr und haben uns beim Angeln zugeschaut. Nachdem die ca. zehn Zuschauer irgendwann ins Hostel zurückgekehrt sind, haben wir auf der Suche nach einer anderen Angelstelle Wallabys und viel unberührte Natur gesehen. Eine weitere Neuigkeit ist´die Tatsache, dass wir fast täglich Wassermelonen geschenkt bekommen, da die Melonen-Saison auf Hochturen läuft und sich die Angestellten so viele Melonen mitnehmen können wie sie möchten. Außerdem hat neulich auf meiner Farm die Mango-Saison gestartet, wodurch ich erstmalig etwas von meiner Farm essen werde. Von den Kürbissen, die ich seit fast zwei Monaten fünf Tage wöchentlich pflücke, hab ich ein paar mit ins Hostel genommen und gegen Melonen getauscht….sehr guter Deal wie ich finde 😀 Die Arbeit ansich ist okay, in der letzten Zeit legen wir viele lustige Dinge auf das Fliessband (vergammelte Kürbisse, Tomaten, Frösche, Heuschrecken, Blätter etc…) 😀 Ich habe in den letzten Tagen die unehrenvolle Aufgabe zusammen mit Carry (eine nette, englische Kollegin) ca. 4-5 Stunden täglich gebückt über Felder zu laufen und im schnellen Tempo Butternut-Kürbisse zu cutten damit diese dann später von uns „nur“ noch auf das Fliesband gelegt werden müssen. Das positive bei meiner Arbeit ist die Tatsache das es viel Abwechslung gibt, manchmal muss ich zwei Stunden lange Tomatenreihen mit ner Machete zerschneiden, das bereits genannte Cutting betreiben oder einfach nur Kürbisse picken. Beim Cutting wird man nicht von einem Aufseher beobachtet, sodass man des öfteren kurze Pausen einlegen kann und nicht den ganzen Tag auf dem Feld am Fliessband steht. Auf dem Weg zu einem anderen, ungeschnittenem Feld haben Carry und ich neulich eins der alten Farmautos (das ohnehin am „schrottesten“ von allen war) im Dreck festgefahren…einziger Ausweg war das Gaspedal voll durchzutreten, dadurch haben wir zwar das Auto befreit, allerdings fing es danach auch etwas an schwarz zu rauchen und zu stinken :D:D Ende des ganzen war das unser Chef namens Barry uns verboten hat einen höheren Gang einzulegen, wodurch wir die ganze Farm im ersten Gang abfahren mussten in der Hoffnung, dass das Auto nicht auseinander fällt 😀 Zum Glück werden wir nach Zeit bezahlt ;D Soviel erstmal als kurzes Update, bald können wir hoffentlich die Arbeit hinter uns lassen und schönere Orte sehen 😉

Bis demnächst 😉